Der Sünchinger Sommerkeller und seine einzigartige Geschichte

 

Bild: Vorgarten des Sünchinger Sommerkellers

Das Gelände des Sommerkellers hat seinen Ursprung in der Schlossbrauerei Sünching, wonach das Anwesen bzw. die Tonnengewölbe unterhalb des Gebäudekomplexes zunächst für die Bierlagerung bestimmt waren. In dem Gewölbekeller, in dem sich drei Eisschütten befinden, wurde in der Zeit ohne Elektrizität  das Bier des Schlossbrauerei gekühlt. Hierzu wurde im Winter vom Schlossweiher Eis geschnitten und zum Sommerkeller transportiert.

Auszugehen ist ferner, dass o, Erdgeschossbereich die Bierfässer gereinigt, gepecht bzw auch angefertigt, sowie zwischengelagert wurden. Ein erster Bierausschank und somit der betrieb eines Wirtshauses lassen sich auf das Jahr XX zurückverfolgen.

Sowohl von Regensburg als auch von Straubing aus wurden Sonderzüge nach Dünching eingesetzt, damit auch die Bevölkerung aus den benachbarten Städten am Sommerkeller - einem Ort der Begegnung - einkehren konnten und das süfftige Bier in geselliger Runde verkosten konnten.

Dabei diente der Pavillon (Turm) im Erdgeschoss als Verkaufsstand für Brotzeiten und im Obergeschoss spielte eine zünftige Blasmuik auf. Der Eingang zum Tonnengewölbe wurde als Getränkeausschank genutzt.

Aus alten Postkarten ist ersichtlich, dass sich der ursprüngliche Biergarten am Fuße des Kopfbaus befand, wobei zudem eine Nutzung des Innenhofes später sogar durch eine offene Tanzfläche im Freien genutzt wurde.

Der sog. "Sommerkeller" ist durch die denkmalgeschützte Allee an der Staatsstraße 2111 mit dem Schloss Sünching und somit der ehemaligen Brauerei verbunden. Die Entferunung beträgt etwa einen Kilometer.

Bild: Eingang zum Eiskeller und rechts Pavillion (Turm)

Der früheste Beleg über Baumaßnahmen beim Sünchinger Sommerkeller findet sich aus dem jahre 1779 mit dem Bau des Eiskellers. Jedoch bestehen über die Existenz des Sommerkellers, noch ältere Belege. So die Bierabnahme-Verzeichnisse von 1679 bis 1689, darunter das im "Hardt Keller" eingelagerte Sommerbier und auch eine Austellung von 1869/70 über die im Sommerkeller gelagerte Fass- und Eimerzahl an Bier. Noch bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus wurde im Keller Bier eingelagert.

Der Gaststättenbetrieb des Sünchinger Sommerkellers war bis zum Verkauf im Jahre 2005 an Albert Brauneiser jun. über die Jahrhunderte hinweg verpachtet gewesen.

 

Bildergalerie

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Der Sünchinger Sommerkeller damals

 

Der Eiskeller heute